Gwendoline Schlegel


Lehrerin und Gründerin der Bewegungsschule MOVE-School.

"Die Bewegung war immer ein fester Bestandteil meines Lebens."

 

Gwendoline Schlegel, geboren 1990, war schon immer von der Bewegung fasziniert. Als Kind verbrachte sie die meiste Zeit in der Natur. Mit 8 Jahren beginnt sie eine Sportart, die sie bis heute mit  Leidenschaft ausübt und in welcher sie sich als Swiss Olympic Spitzensportlerin bewährt, den Akrobatik Rock'n'Roll. Daraufhin folgte ein Schweizermeistertitel, der 6. Platz auf der Weltrangliste und die Ehre, die Schweiz an den World Games 2017 im Tanzsport zu repräsentieren.

 

"An meiner Sportart begeistert mich vor allem, dass sie mich sowohl künstlerisch wie auch konditionell beansprucht."

 

Ihre Beharrlichkeit in dieser Sportart hat auch dazu beigetragen, dass sich die Wege mit Maurizio Mandorino kreuzten. Er ist mittlerweile ein sehr guter Freund geworden, welcher sie begleitet und von welchem sie tagtäglich Neues lernt.

 

"Als ausserordentlicher Tänzer und Pädagoge hat er mein Verständnis des Unterrichts und der Bewegung beträchtlich geprägt."

 

Ihre erste grosse Geldausgabe galt dem Kauf eines grossen Gartentrampolins, das sie als Jugendliche aus ihrem eigenen Taschengeld finanzierte. Heute hat sie die Ehre, mit

Jean-Michel Bataillon, dem früheren Trainer der schweizerischen Trampolin  Nationalmannschaft im Nationalen Sportzentrum in Magglingen zu trainieren.

 

"Wie waren die ersten in der Region, die ein grosses Trampolin hatten. Heute haben fast alle eines, doch wir mussten dieses damlas mit dem Schiff von den USA kommen lassen." 

 

Und da ihr das Rock'n'Roll, die Gymnastik und das Trampolin nicht reichten um sich auszutoben, konstruierten ihr die Eltern im Keller ein Fitness und Gymastikraum um zu verhindern, dass sie den ganzen Tag im Haus herumspringt und turnt. Es ist dieser Raum, in dem sie anchliessend die meiste Zeit verbringt um neue Choreographien und Bewegungen zu erfinden. Aber auch um sich in ihrer Ausdauerfähigkeit zu fördern und zu entwickeln.

 

"Ich wusste schon immer, dass ich mich beruflich mit Bewegung befassen würde."

 

Nach dem Abitur verfolgt sie ihr Studium an der Universität Freiburg und an der Sporthochschule Magglingen, die sie 2016 mit einem Master in Sport- und Bewegungswissenschaften abschliesst. Trotz einer wachsenden Leidenschaft für die wissenschaftliche Recherche und einer angenehmen Mitarbeit mit dem Swiss Olympic Medical Center in Magglingen, wo sie ihre Masterarbeit schreiben durfte, entschied sie sich gegen ein Doktorat. Dies um aktiver auf dem Feld zu arbeiten und sich nebenbei im Selbststudium weiter mit den Bewegungs- und Trainingswissenschaften zu befassen. Allerdings fährt sie mit einer pädagogischen Lehrerausbildung fort, um ein Lehrdiplom für die Sekundarstufe II zu erhalten. Ihr erster Job als Lehrerin tritt sie in der Privatschule der Montessori Stiftung der Veveyse an, wo sie ein an die Montessori Pädagogik angepasstes Körpererziehungskonzept erschafft.

 

"Montessori gab mir Raum, um meiner Kreativität freien Lauf zu lassen und seitdem sprühe ich vor lauter Ideen."

 

Im gleichen Jahr nimmt sie mit einem früheren Kollegen aus der Universität wieder Kontakt auf.  Mark Balsom (Konditionstrainer und leidenschaftlicher Bewegungsmensch) macht sie mit der Lehre von Ido Portal, Fighting Monkey und MovNat bekannt. Sie zögert nicht lange und macht in so vielen Fortbildungskursen dieser Bewegungsbegeisterten mit wie nur möglich. Sie hat dabei das Gefühl, dass sie nun endlich umgeben ist von Menschen, welche ihre Sprache sprechen und durch Bewegungen direkt aus dem Herzen kommunizieren.  

 

"Was ich dort erfahren und lernen konnte ist sowohl revolutionär als auch althergebracht, denn obwohl es noch niemand bevor so ausgedrückt hatte, tragen wir alle Prinzipien der menschlichen Bewegung seit eh und je in uns."

 

Heute sieht Gwendoline ihre Rolle sowohl als Lehrerin wie auch als Studentin. Den in dieser Welt sind wir alle Lehrer und Studenten zugleich. Nur durch den Austausch mit Anderen ist es überhaupt möglich, unser höchstes psychisches wie auch physisches Potenzial zu entfalten.

 

"Bedingt durch meine zwanghafte und unentwegte Suche nach der Funktionsfähigkeit des menschlichen Körpers und Geistes und dank meiner bisherigen Laufbahn, habe ich heute ein grosses Glück, mich mit Medizinern, mit Heilpraktikern, mit den besten Bewegungspraktikern der Schweiz und des Auslandes, aber auch mit Olympiasportlern, Vorreiterwissenschaftlern, sowie mit aussergewöhnlichen Pädagogen und Künstlern austauschen zu können."

 

Danke, dass ihr meinen Weg so bereichert.